Für die Olympischen Spiele 2012 wollte sich London von seiner besten Seite zeigen. Veraltete Stadtviertel wurden modernisiert und Straßen verbessert. Sie mussten sowohl funktional auf Millionen von Besuchern vorbereitet sein als auch ein zeitgemäßes Erscheinungsbild erhalten. Die Strecke vom Bahnhof Stratford zum Olympiapark wurde komplett umgestaltet und erhielt einen auffälligen Blickfang: „The Shoal“.
Ein Kunstwerk, entworfen von Studio Egret West im Auftrag des London Borough of Newham, das Wolken und Bäume darstellt. „The Shoal“ bezieht sich auf einen Fischschwarm, der sich gemeinsam durch das Wasser bewegt. Die Elemente bewegen sich subtil im Wind und sorgen ständig für Reflexionen von Licht und Farbe. Zu jeder Tageszeit sieht das Kunstwerk anders aus.
Maßgeschneiderte Titanarbeiten in Bewegung
Sorba war für die Konstruktion, Fertigung, Montage und den Einbau der eloxierten Titanverkleidung der Elemente verantwortlich. Das Kunstwerk besteht aus 73 Blättern, die bis zu 17 Meter über dem Straßenniveau schweben. Die Blätter sind in 42 verschiedenen Farben gestaltet: von frischem Frühlingsgrün bis hin zu Gold- und Orangetönen.
Titan ist bekannt für sein geringes Gewicht und seine hohe Festigkeit und ist zudem korrosionsbeständig. Während des Eloxierungsprozesses werden in einem elektrochemischen Verfahren mittels unterschiedlicher Spannungen die verschiedenen Farbtöne erzeugt. Anschließend wird das Titan mit einer schützenden PVC-Folie versehen.
Die Elemente bestehen aus zwei separaten Schalen aus 4 mm dickem Polyester. Darauf sind die Titanstreifen aufgeklebt. Um die Blätter nach London zu transportieren, entwickelte Sorba spezielle Paletten, auf denen die Blätter sicher aufrecht transportiert werden konnten. Während der Montage dienten diese Paletten auch als Arbeitsplattform.
Intelligente Fertigteilmontage im Herzen Londons
Da die Elemente bei Sorba in Winterswijk vollständig vorgefertigt wurden, konnte die Montage vor Ort erheblich verkürzt werden. In London wurden die Elemente mit Hilfe von Kränen an ihren Bestimmungsort gehoben und anschließend von den Monteuren aus ihren Hubarbeitsbühnen an der Stahlkonstruktion befestigt.
Das Ergebnis ist ein Kunstwerk, das Technik, Architektur und Kunst vereint. Nach den Olympischen Spielen blieb es stehen und ist zu einem unverwechselbaren Bestandteil von Stratford geworden.



















