Kunst als Teil der Infrastruktur

Am Ufer der Themse, bei Carnwath Road Riverside in London, ist ein besonderes Kunstwerk entstanden: Herons, entworfen von der britischen Künstlerin Sarah Staton. Dieses skulpturale Werk ist Teil des umfangreichen Thames Tideway Tunnel-Projekts, bei dem Kunst und Infrastruktur Hand in Hand gehen. Die Lüftungsschächte dieses neuen Abwassertunnels werden nicht nur als technische Objekte entworfen, sondern erhalten auch eine künstlerische Identität. So wird die Funktionalität der städtischen Landschaft durch Kultur und Fantasie bereichert.

Zwei Reiher als Symbol für Verbindung

Die beiden eleganten, vielschichtigen und charaktervollen Bronzereihen symbolisieren die Verbindung zwischen Mensch, Natur und Fluss. Ihre Haltung und Positionierung verweisen subtil auf die natürliche Umgebung der Themse, wo Wasser und Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Die Skulpturen sind aus Siliziumbronze gegossen, einer der härtesten und haltbarsten Bronzelegierungen, die Wetter, Wind und Zeit standhält.
Die Skulpturen sind dunkelbraun patiniert und an bestimmten Stellen poliert, wodurch der 3D-Effekt zusätzlich verstärkt wird. Im wechselnden Licht Londons werden die Formen immer wieder neu zum Leben erweckt.

Technik im Dienste der Kunst

Sorba wurde vom Tideway-Team mit der Konstruktion, Fertigung und Montage der Tragkonstruktionen sowie der Integration der Kunstwerke in die technische Infrastruktur beauftragt.
Das Projekt erforderte äußerste Präzision: Die Kunstwerke mussten nicht nur ästhetisch perfekt passen, sondern auch sicher, wartungsfreundlich und strukturell in die Lüftungsschachtkonstruktion integriert sein.
Sorba entwickelte ein maßgeschneidertes Befestigungssystem, das die Skulpturen fest verankert, ohne die visuelle Wirkung zu beeinträchtigen. Die Verbindung zwischen Kunst und Technik ist dabei buchstäblich sichtbar, aber subtil gestaltet.

Eine Verschmelzung von Disziplinen

Die Arbeit an Herons zeigt, wie Architektur, Technik und Kunst sich gegenseitig verstärken können. Während Sorba normalerweise Fassaden, Innenräume oder infrastrukturelle Ausstattungen realisiert, stand hier die ästhetische Integration im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit mit dem Künstler und dem Auftraggeber erforderte Flexibilität und Kreativität – Eigenschaften, die zu Sorbas Full-Service-Ansatz passen.

.

Über die Künstlerin

Sarah Staton ist eine renommierte britische Künstlerin, die für ihre innovative Sichtweise auf öffentliche Kunst bekannt ist. Ihre Arbeiten untersuchen die Grenzen zwischen Kunst, Design und Architektur, und mit ihren Skulpturen verleiht sie den Orten, an denen sie stehen, Bedeutung. Mit Herons schafft sie einen Orientierungspunkt, der nicht nur die Funktion des Lüftungsschachts markiert, sondern auch die Identität der Londoner Flussufer stärkt.

Materialien

Name: Herons (Reiher)
Material: Siliziumbronze
Künstler: Sarah Staton
Standort: Carnwath Road, London
Projekt: Thames Tideway Tunnel

Bronze

Helle Reinold

Kontaktieren Sie uns

Arbeiten sie auch zusammen?

Persönlicher Kontakt ist uns sehr wichtig, wir laden Sie ein, uns zu kontaktieren. Wir sind für Sie da!